Aussehen – Körperbau - Systematik

Der Eurasische Fischotter (Lutra lutra, L., 1758) gehört systematisch gesehen zu den Landraubtieren und hier zu der Familie der Marderartigen (Mustelidae), Er ist also mit Baum- und Steinmarder, Dachs und Hermelin verwandt. Weltweit sind 13 Otterarten bekannt. Die Systematik der Unterarten ist nicht eindeutig geklärt.    

Als semiaquatisches Säugetier lebt er sowohl an Land wie im Wasser. Damit verbunden sind Anpassungen im Körperbau, die ihm das Leben im Wasser erleichtern – ein stromlinienförmiger Körper, die Lage der Augen und Ohren oben am Kopf, Schwimmhäute zwischen den Zehen an allen Füßen, ein besonders wasserdichtes Fell und lange, kräftige Tasthaare (Vibrissen). Auch der Bau der inneren Organe und der Blutkörperchen weist ihn als semiaquatisches Raubtier aus.

Das Fell ist in der Regel einheitlich brau-grau, kleine weiße Flecken um das Maul herum lassen häufig eine individuelle Erkennung zu. Sehr vereinzelt sind albinotische Otter oder melanistische Tiere (Schwärzlinge) bekannt geworden.

Fischotter wiegen ca. 6 bis 12 kg, wobei die Männchen etwas schwerer sind als die Weibchen. Die Körperlänge kann bis zu 130 cm betragen, wobei ca. 40 cm auf den Schwanz entfallen.